Cornish Rex

Cornish Rex

Allgemeines:
Die Cornish Rex ist nur eine von verschiedenen Rex-Katzen, die im letzten Jahrhundert durch zufällige Gen-Mutationen auftraten. Etwa 1930 gab es einen grauen Rex-Kater Munk in Ostpreußen, in Königsberg. 1950 entdeckte Frau Nina Ennismore in Cornwell/England einen roten Rex-Kater Kalli-Bunker, der durch Rückkreuzung auf seine Mutter Serena Begründer der Cornish-Rex Rasse wurde. Dieses rezessive Rex-Gen wurde mit dem Namen „Gen-1-Rex“ betitelt. 1951 gab es weitere Rex-Katzen in Italien. In Deutschland, in Berlin, wurde eine Rex-Katze Lämmchen die Ahnin der German-Rex. Nachkommen von ihr wurden nach Amerika und Frankreich verschickt. 1952 bekam in Amerika die normale Hauskatze von Frau Mary Hedderman aus Plainsville/Ohio Rex-K„tzchen. Aus finanziellen Gründen gab es keine Weiterzucht. 1959 versuchte Frau Mildred Stringham aus Oregon mit einer Rex-Katze Kinky Marcella, die aus einem Hauskatzenwurf stammte und einem Cornish-Rex-Gen Träger gelockte Katzen zu erzielen, es gelang nicht. Auch langjährige Bemühungen mit Verpaarungen mit Devon- und Cornish-Rex Katern waren nicht erfolgreich. Daher muß das Oregon-Rex-Gen als ein eigenständiges Gen anerkannt werden, das durch das Ende des Zuchtprogramm verloren ging.

1960 wurde in einer Zinnmiene in England, in Devonshire, ein Rex-Kater gefunden, von dem der Kater Kirlee gezeugt wurde. Dieser wurde zum Stammvater der Devon-Rex-Linie, mit dem eigenständigen rezessiven „Gen-2-Rex“, denn nach dem Rückkreuzungsprogamm zwischen dem Rex-1-Gen und dem Rex-2-Gen weiß man, dass nur glatthaarige Nachkommen fallen werden und es sich somit um völlig verschieden Gene handelt. In Kalifornien fallen 1970 aus den Verpaarungen zwischen German- und Cornish-Rex gelockte Katzen. Ein Beweis dafür, daß das German- und Cornish-Rex-Gen identisch sind, nämlich das „Gen-1-Rex“. 1979 wird in Siegburg in einem Reitstall ein weiterer German-Rex Kater Preuss gefunden und zur German-Rex Zucht eingesetzt. 1990 gesellte sich in Wyoming/USA eine weitere Variante einer Rex-Katze, die Selkirk-Rex, dazu. Sie besitzt als einzige Rex-Katze ein sich vererbendes dominantes Rex-Gen. Weitere Rex-Katzen tauchten in den Niederlanden, Dänemark, Texas, Kalifornien und im Ural auf. Denn 1991 wurde auf einer Katzenausstellung in St. Petersburg eine Ural-Rex-Katze Lianna mit ihren Enkeln Mokaschka und Murash ausgestellt. Hier handelt es sich um ein selbständiges weiteres Rex-Gen, denn aus Verpaarungen mit Devon- und Cornish-Rex fallen nur glatthaarige Tiere.

Katzen mit einem Rex-Felltyp sind somit sehr weit verbreitet und man unterscheidet einige Mutanten des Rex-Gen in:

r – Cornish Rex & German Rex
re – Devon Rex
ro – Oregon Rex
Rd – Dänisch Rex
Se – Selkirk Rex

Leider verfügen wir über keine Information darüber, ob es Phänotypunterschiede bei dominanten und rezessiven Genträgern der Dänisch- und Selkirk Rex gibt.

Wesen der Cornish Rex

Die Cornish-Rex ist temperamentvoll, sehr personenbezogen, anhänglich und charmant, sie ist sehr intelligent und gelehrig, verträglich mit anderen Katzen und besonders mit Kindern. Sie hat einen ausgesprochenen Sinn für Humor.

Standard der Cornish Rex nach WACC

Typ: sehr fest, muskulös, schlank und mittelgroß.

Beine: lang, schlank, mit hochbeinigem Eindruck.

Pfoten: klein und oval.

Schwanz: dünn und lang, spitzt sich hinten zu, dicht besetzt mit gelocktem Haar.

Kopf: flacher Schädel, mittlere Keilform, die Länge beträgt etwa 1/3 mehr als die Breite, Profil bildet eine Linie von der Nasenspitze bis zur Stirnmitte.

Schnauze: mit kräftigem Kinn und hervorstehenden Schnurrhaarkissen.

Augen: mittelgroß, mandelförmig.

Augenfarbe: ist unabhängig von der Fellfarbe, sie sollte rein, leuchtend und einheitlich sein.

Ohren: sehr groß, hoch angesetzt, breit im Ansatz, abgerundete Spitzen, mit feinsten Haaren dicht besetzt.

Fell: sehr kurz, plüschartig dicht, am ganzen Körper gewellt oder gelockt, ohne Grannenhaaren.

Varietäten: Alle Fellfarben sind gestattet. Der Weißanteil spielt keine Rolle.

Fehler: nicht gewelltes, struppiges Fell, Kahlstellen im Fell, gedrungener Körper, fehlende Muskulatur, dicker oder zu langer Kopf, zu kleine oder zu weit platzierte Ohren, kurzer, buschiger oder nackter Schwanz.

Punktebewertung nach WACC-Standard:
Kopf
Form & Größe: 5 Punkte
Schnauze & Kinn: 5 Punkte
Profil: 5 Punkte
Augen: 5 Punkte
Ohren: 5 Punkte
Körper
Größe: 3 Punkte
Rumpf: 10 Punkte
Knochenbau: 5 Punkte
Beine & Pfoten: 5 Punkte
Hals: 5 Punkte
Schwanz: 2 Punkte
Fell
Struktur: 10 Punkte
Dichte: 5 Punkte
Länge: 5 Punkte
Kräuselung: 20 Punkte
Farbe: 5 Punkte